Groszer Wein aus dem Südburgenland

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Ein Weingut gründet man nicht aus Jux und Tollerei. Und - ganz ehrlich - auch nicht aus ökonomischem Antrieb. Wer sich dem Abenteuer Weinmachen hingibt, tut dies aus Wahnsinn, Lust an und Liebe zum Wein. 

Im vorliegenden Fall ist es die Leidenschaft für das einzigartige Terroir des Eisenbergs im Südburgenland. Auf diesem eigenwilligen Berg mit seinen alten Reben in steilen Lagen entstehen Weine, die nicht minder eigenwillig sind. Und wild, und urwüchsig und manchmal erschreckend sturköpfig. Aber genau diese Charakterstärke hat es Matthias Krön und Markus Bach angetan. Sie sind dem Eisenberg verfallen....

Es war Liebe auf den ersten Schluck, die den Salzburger Geschäftsmann Matthias Krön dazu verführte, ein Weingut mit nicht weniger als 16 Hektar bester Lagen zu übernehmen, viele davon bestockt mit alten Reben. Es handelt sich um das ehemalige "Vinum Ferreum", das vor 20 Jahren als Zusammenschluss von Weinbauern mit besonders schwierig zu bewirtschaftenden steilen Lagen am Eisenberg gegründet worden war, dessen wirtschaftlicher Erfolg sich aber nicht hatte einstellen wollen. Krön wollte diese schlafende Schönheit wieder wachküssen und suchte einen Weinmacher mit viel Gespür für das Wesen eleganter, mineralischer Rotweine. Im gebürtigen Würzburger Markus Bach hat er den richtigen gefunden. 

Ein Salzburger und ein Franke
"Wir möchten den urtümlichen Charakter der Gegend ausdrücken, nichts abschleifen und das Wilde nicht verstecken." Ha! Ausgerechnet die zwei "Zuagrasten" wollen wissen, was das Urtümliche ist? 
"Naja. Vielleicht sehen wir es ja verklärt", sagt Krön. "Aber ist das nicht das Recht der Verliebten?"
   
Jedenfalls haben sie sich die "traditionellen Werte des Eisenbergs" auf die Fahnen geheftet. Das schmeckt man in den Weinen, und das sieht man anhand der Flaschen. Die bewusst altmodische Schreibweise "Groszer Wein" verweist ebenso auf die Urtümlichkeit wie die spielerischen Motive auf den Etiketten, die grafisch das ehemals ungarische Südburgenland im 19. Jahrhundert zitieren.  
Gröszenwahnsinnig?
Die Bezeichnung "Groszer Wein" ist natürlich nicht das selbstgewählte Prädikat zur Beschreibung der Weinqualität sondern drückt schlicht das Füllvolumen aus. Denn es werden ausschlieszlich 1-Liter-Flaschen verwendet, die bis vor 40 Jahren das klassische Behältnis für Weine aus dem Südburgenland (und ganz Österreich) darstellten. Und auszerdem, ganz ehrlich:  eine 0,75-Liter-Flasche von einem "Groszen Wein" ist doch immer zu wenig!